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18. November 2011

St. Dominikus Schulen werben freiwilliges Elterngeld ein

Bestand der katholischen Privatschulen wird damit auf Jahrzehnte auf hohem Niveau gesichert

Die gemeinnützige St. Dominikus Schulen GmbH hat nach langen Beratungen entschieden, an ihren Schulen ein freiwilliges Elterngeld einzuwerben. Davon betroffen sind die beiden Edith-Stein-Schulen in Speyer, die St.-Katharina-Realschule in Landstuhl sowie die Albertus-Magnus-Schulen in St. Ingbert.

Als staatliche Ersatzschulen sind die katholischen Privatschulen unterfinanziert. Die Landeszuweisung deckt nicht komplett die Personal und Sachkosten, die tatsächlich anfallen. Die Privatschulgesetze sehen ausdrücklich eine Eigenbeteiligung der Schulträger vor. Das entstandene Defizit trägt die St. Dominikus Stiftung Speyer. Dies ist jedoch nicht auf Dauer zu finanzieren.

Mit Hilfe des freiwilligen Elterngeldes ist es möglich, den Erhalt der Schulen über die nächsten Jahrzehnte zu sichern und die bisherige Qualität und das bisherige Niveau des Unterrichts und Lebens an den Schulen aufrecht zu erhalten. Dabei fließen die Elternspenden nicht in den laufenden Betrieb, sondern werden ausschließlich für Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen, z.B. für die Umsetzung technischer Entwicklungen im Bereich der Naturwissenschaften oder der musischen Fächer verwendet.

In die Entscheidung waren an den Schulen alle wesentlichen Entscheidungsträger eingebunden, darunter natürlich auch Eltern, Lehrer und die Mitarbeitervertretungen. Aus diesen Beratungen ist die Empfehlung entstanden, ein freiwilliges Elterngeld von 25 Euro pro Monat zu empfehlen.

Wichtig ist der St. Dominikus Stiftung, dass die Teilnahme oder Aufnahme an einer ihrer Schulen nicht vom Elterngeld abhängig ist. So wissen die Schulleitungen beispielsweise nicht, welche Eltern das freiwillige Elterngeld bezahlen und in welcher Höhe.

Das freiwillige Elterngeld wird an die St. Dominikus Stiftung Speyer überwiesen, die jeden Euro direkt an die jeweilige Schule weiterleitet. Selbstverständlich werden die Eltern regelmäßig über die Verwendung informiert.

Mit Einführung des freiwilligen Elterngeldes verlieren die Fördervereine für die Schulen nicht an Bedeutung. Ihr notwendiges und hoch geschätztes Engagement bezieht sich nicht auf den Unterhalt der Schule, sondern auf Investitionen und die Finanzierung von Projekten, die darüber hinaus gehen.

Die sieben Schulen der gemeinnützigen St. Dominikus Schulen GmbH besuchen derzeit 3.400 Schülerinnen und Schüler. Die gemeinnützige St. Dominikus Schulen GmbH wurde 2003 von der Ordensgemeinschaft des Instituts St. Dominikus Speyer gegründet und ist Träger von sieben Schulen: Albertus-Magnus-Gymnasium und Realschule in St. Ingbert, Edith-Stein-Gymnasium und Realschule in Speyer, Nikolaus-von-Weis-Gymnasium und Hauptschule in Speyer sowie St.-Katharina-Realschule in Landstuhl.

Sie stehen in der Tradition der Ordensgemeinschaft und orientieren sich an den Grundlinien ihres Engagements für Erziehung und Bildung. So beschränkt sich der Unterricht nicht auf Wissensvermittlung. Ziel ist vielmehr die ganzheitliche Bildung des jungen Menschen.

Foto: St. Dominikus Stiftung Speyer